Roadtrippin‘ Pedasí nach Santa Catalina

Eine neue Woche ist angebrochen – es war Dienstagmorgen. Wir nahmen uns vor, nicht allzu spät loszufahren. Die Strecke nach Santa Catalina, unserem nächsten Ziel, sollte gut 3,5 Stunden Autofahrt in Anspruch nehmen war. Da wir noch keine Unterkunft hatten, wollten wir nicht erst in den Abendstunden dort ankommen. So ganz ausschließlich auf der Straße verbrachten wir den Tag aber auch nicht.

Good-Bye Pedasí und Autofahrt nach Santa Catalina

Unser Sachen waren fix gepackt und wir nahmen noch ein schnelles, wiederum leckeres Frühstück zu uns. Bevor wir uns wieder auf die Interamericana begaben, wollten wir aber noch ein paar Sonnenstrahlen mitnehmen.

Da wir die Playa El Toro vom Karnevalwochenende kannten, es uns dort gefiel und wir wussten, wo sie liegt, fuhren wir erneut dorthin und begaben uns an den gleichen schattigen Traumplatz etwas erhöht unter einem Baum-Palmen-Gemisch.

Playa El Toro
Playa El Toro

Ein schnelles Bad im Pazifik und 1,5 Stunden Ruhe später, machten wir uns auf den Weg. Heute war wieder einmal Sven der Fahrer. Wir wechselten uns quasi von Tour zu Tour ab. Kurz noch zum Supermercado: frisches Wasser, Kokos-Wasser, Aloe-Vera-Drink und Bananenchips kaufen und dann ging die Fahrt los.

Anders verlautender Beteuerungen meinerseits, ich würde nicht einschlafen, fielen mir alsbald die Augen zu und ich schlummerte ein wenig vor mich hin – sorry Sven.

Wo verdammt nochmal geht es hier nach Sona?

Den Weg durch Chitre hatten wir nun verstanden und fanden auch unseren Abbieger am Hotel Hongkong ohne Probleme. D.h der Weg zur Interamericana war schnell gefunden. Diese ging es nun für einige Kilometer entlang bis zur Stadt Santiago. Bei Santiago sollten wir laut Kartenmaterial links abbiegen, um über die kleinere Stadt Sona, die Landzunge der Provinz Verguas für etwa 100 km ganz bis zum Ende, also nach Santa Catalina runter zu fahren. So weit so gut. Wir folgten der Beschilderung nach Sona und begingen dann einen Fehler, der uns eine Stunde Fahrzeit und einige Nerven kosten sollte.

An einer nicht beschilderte Y-Gabelung, wir kamen vom Fuß des Buchstabenens, fuhren wir falsch und landeten schließlich in Santiago Down-Town, einer nicht sonderlich großen, aber sehr wuseligen Stadt – mitten im Nachmittagsverkehr. Etwas Gutes hatte es, wir konnten noch Geld abholen, was ab Sona nicht mehr möglich war.

Wir fuhren kreuz und quer und fragten uns durch, aber die Leute schickten uns in alle möglichen Himmelsrichtungen. Nach 30 Minuten Stadtverkehr und der unglaublichen Ruhe von Sven, fanden wir das wohl einzige Schild nach Sona und merkten, dass wir auf dem gleichen Weg Santiago verließen, auf dem wir hineingefahren waren, aber wir befanden uns nun auf dem, richtigen Weg undc erkannten was wir am Y falsch gemacht hatten.

Die Fahrt durch Verguas bis nach Santa Catalina

Die weitere Fahrt durch Verguas Richtung Santa Catalina war dann richtig schön. Irgendwie war alles noch viel grüner und auch die Weideflächen nahmen deutlich zu. Wir passierten eine Hacienda nach der anderen und durch die Landschaften, die deutlich bergiger wurden, flossen immer wieder ganz tolle Flüsse. Wirklich ein Traum von Landstrich.

Die Fahrt bis nach Santa Catalina zog sich dann aber doch noch deutlich hin. Am Ende der Provinz fuhren wir durch verschiedene kleine Dörfer, wo wir bzw. unser Wagen mit großen Augen angeschaut wurden. Es ist nicht so, dass in Verguas keine Touristen unterwegs sind, aber deutlich weniger als in den Hot Spots Panamas.

Die Dörfer, die wir passierten, waren auch deutlich einfacher, als die, die wir bis dahin gesehen hatten. Es überwiegten Lehm- und Palmhütten und es waren unwahrscheinlich viele Menschen auf den Straßen. Uns begegneten viele Männer mit Macheten in der Hand und ein häufig genutztes Fortbewegungsmittel neben dem Fahrrad waren ganz altmodisch Pferde.

Eines war jedoch erstaunlich – Panama befindet sich gerade in den finalen Zügen der Präsidentschaftswahl 2014. Egal wo wir hinkamen, also auch hier und sogar zuvor auf den Inseln von San Blas, waren alle Straßen Häuser, Hütten und Verschläge mit Wahlwerbung plakatiert. viele Arbeiter und ganz einfache Menschen liefen mit Kandidaten-Shirts und -Mützen rum. Es ist unmöglich dieser Propaganda in Panama im Vorfeld der Wahl zu entgehen.

Schließlich kamen wir in Santa Catalina an und steuerten als erstes unsere beiden angefragten Hotels bzw. Hostels an. Das eine war bereits ausgebucht, das andere geschlossen. Mit etwas Glück versuchten wir es bei einem Hostels, direkt nebenan – Santa Catalina Surf Point Mama Ines – ein Glückstreffer.

Santa Catalina Surf Point Mama Ines
Santa Catalina Surf Point Mama Ines
Blick vom Hostel Santa Catalina Surf Point Mama Ines auf die Playa Estero
Blick vom Hostel Santa Catalina Surf Point Mama Ines auf die Playa Estero

Traumhafte gelegen, mit Blick aufs Meer und dennoch irgendwie schrullig verkommen. Wir bezogen eine gerade ganz frisch gebaute Cabaña (Hütte), nachdem uns alternativ ein Zimmer angeboten wurde, in welches uns keine 10 Pferde bekommen hätten.

Unsere Cabaña

Die Cabaña war einfach aber sehr zweckdienlich und vor allem ganz neu. Vielleicht 8-10 qm, zwei Single-Betten, eine Klimaanlage, ein abgetrenntes Bad mit Dusche und WC sowie unendlich viele Steckdosen. Draußen vor der Cabaña hatten wir zudem eine eigene Hängematte.

Unsere Cabaña ist die in der Mitte
Unsere Cabaña ist die in der Mitte

Später orientierten wir uns etwas im Ort und fanden direkt am Meer bei Luca einen schönen Platz zum Abendessen. Sichtlich geschafft spazierten wir anschließend zurück zum Hostel (20 Minuten zu Fuß aus dem Ort) und ab ging in die Koje. Ende gut, alles gut;)

Geschafft, aber glücklich Martin und Sven bei Luca in Santa Catalina
Geschafft, aber glücklich Martin und Sven bei Luca in Santa Catalina

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